Sascha Theobald hilft Unternehmern durch eine klare
und stimmige Kommunikation Wunschkunden zu gewinnen.

Corporate Blog: My Blog is my Castle

Facebook & Co. stehen ganz oben auf der Agenda vieler Unternehmen. Der Wert eines Corporate Blogs wird hingegen gerne vergessen. Dabei ist ein gutes Blog das wirkungsvolle Fundament der digitalen Unternehmenskommunikation. Ein persönlicher Einblick.
06.02.2015  |  Autor: Sascha Theobald  |  7 Kommentare

Viele sehen im Internet und den Social Media flüchtige Kommunikationswege. Aber das muss so nicht sein. Ein Corporate Blog bietet Unternehmen die Möglichkeit eine stabile Basis im Web aufzubauen. Es ist das virtuelle Zuhause eines Unternehmens.

Mit einer statischen Seite zeige ich dem Gast die Fassade meines Unternehmens. Mit einem lebendigen Blog lasse ich ihn auch hineinschauen. Er bekommt einen viel umfassenderen Eindruck und merkt schnell, ob er sich bei mir wohlfühlt.

Warum blogge ich?

Mein Unternehmer-Blog ist die Zentrale meiner digitalen Kommunikation. My Blog is my Castle. Es läuft bewusst unter meinem Namen. Besucher haben hier die Möglichkeit meine Haltung, mein Wissen und meine Arbeit kennenzulernen. Ich öffne meine virtuelle Bürotür und lasse meine Wunschkunden hineinblicken.

Ich verdiene über das Blog selber kein Geld. Ich verkaufe hier weder Produkte noch habe ich Werbeanzeigen geschaltet. Ich möchte über mein Blog und die angeschlossene Kommunikation in den Social Networks die Aufmerksamkeit und das Vertrauen meiner Wunschkunden gewinnen. Deswegen ist es mir wichtig, hier im Blog eine klare Position zu beziehen und auf Qualität zu setzen. Sie werden hier keine reißerischen Aktionen für den schnellen Klick finden. Denn mir geht es nicht um den reinen Traffic. Mir ist es wichtig, die richtigen Menschen zu erreichen.

Und dabei greift das Blog in verschiedenen Situationen: Der Interessent, der bei Google nach einer bestimmten Lösung sucht. Der Twitter-Kontakt, der mich schon länger auf dem Radar hat und jetzt konkrete Unterstützung braucht. Persönliche Kontakte, die sich nach einer Empfehlung über mich schlau machen wollen. Pressevertreter, die einen Experten suchen. Alle diese Menschen finden im Blog eine aussagekräftige Anlaufstelle.

Das Blog hat noch einen ganz praktikablen Vorteil. Hier habe ich Hausrecht. Hier kann ich schalten und walten wie ich möchte. Ich bin nicht abhängig von Nutzungsbedingungen und geänderten Geschäftsmodellen externer Plattformen. Wir alle kennen die Beispiele von gesperrten Profilen auf Facebook.

Was bringen Content-Marketing und Blog?

Sichtbarkeit. Durch die wertvollen Beiträge werde ich gefunden. Bei Google & Co. erreiche ich Platzierungen, die über eine statische Website undenkbar wären. Es dauert in der Regel nur wenige Stunden, bis meine neuen Beiträge in den Suchergebnissen auftauchen. Aber auch durch die Vernetzung in den Social Networks kann ich mit meinen Beiträgen Aufmerksamkeit erreichen. Meine Kontakte lesen meine Inhalte und teilen diese.

Vorab-Filter. Menschen, die meine Haltung nicht teilen, fragen mich erst gar nicht an. Dadurch spare ich viel Zeit für unnötige Gespräche und muss keine überflüssigen Angebote schreiben. Nur wer sich in meiner Haltung und meiner Arbeit wiederfindet, greift auch zum Hörer.

Vertrauen und höhere Honorare. Interessenten rufen mich an und erzählen mir, dass sie in meinem Blog gelesen haben und glauben, dass ich der Richtige für Ihre Aufgabe sei. Sie haben das Gefühl mich schon ein Stück weit kennengelernt zu haben. Ich profitiere von einem großen Vertrauensvorschuss. Dadurch bin ich der Situation entkommen, meine Leistungen über den Preis verkaufen zu müssen. Früher als »einer von Vielen« wurde oft zuerst nach dem Preis gefragt. Immer wieder haben neben mir noch zwei weitere Anbieter ein Angebot abgegeben. Heute spielt der Preis eine deutlich untergeordnetere Rolle. Es kommt zu einer Anfrage, weil der Interessent meine Arbeit gut findet und nicht weil ich der Günstigste bin. Das hebt die Qualität der Zusammenarbeit und gibt mir den Freiraum, mir mehr Zeit für ein Projekt zu nehmen.

Langfristige Wirkung. Während Performance-Marketing – wie zum Beispiel Facebook-Anzeigen – eine sehr kurzfristige Wirkung zeigen, ist die Investition in das eigene Corporate Blog langfristiger angelegt. Die Beiträge sind dauerhaft abrufbar und können auch nach Jahren noch über Suchmaschinen oder Verlinkungen gefunden werden.

Keine Kaltakquise. Halleluja! Ich brauche weder Listen abzutelefonieren noch Werbebriefe zu versenden oder gar auf irgendwelche Kontaktparties zu gehen. Kaltakquise kann funktionieren. Aber es ist nicht mein Ding. Es macht mir einfach keinen Spaß. Durch das Content-Marketing bereitet mir das Thema Akquise keine Bauchschmerzen. Mir macht es großen Spaß zu bloggen und online mit Menschen zu kommunizieren.

Was macht ein gutes Corporate Blog aus?

Für ein wirkungsvolles Blog gelten die 5 Grundsätze der klaren Kommunikation.

  1. Klare Kommunikation ist verständlich. Verzichten Sie auf Fachsprache und schreiben Sie in der Sprache Ihrer Wunschkunden.
  2. Klare Kommunikation hat Aussagekraft. Worthülsen und glattpolierte Floskeln haben in einem Blog nichts zu suchen. Werden Sie konkret und machen Sie Ihre Haltung, Ihr Wissen und Ihre Arbeit greifbar.
  3. Klare Kommunikation hat Charakter. Der Leser muss Ihre Seele spüren können. Er muss das Gefühl haben, Sie kennenzulernen. Bekennen Sie Farbe und zeigen Sie Ihre Haltung.
  4. Klare Kommunikation ist lebendig. Keiner will theoretische Abhandlungen mit dicker Staubschicht lesen. Kommunizieren Sie von Mensch zu Mensch – persönlich, humorvoll und auf Augenhöhe.
  5. Klare Kommunikation hat einen Wert. Niemand wird platte Werbung oder Selbstbeweihräucherung lesen – geschweige denn teilen. Ihre Inhalte müssen einen Wert für den Leser haben. Geben Sie Einblicke, konkrete Impulse oder unterhalten Sie. Dann werde Sie auf offene Ohren stoßen.

Wenn Sie sich Gedanken über Ihre Botschaft gemacht haben, gibt es viele Formate, die es zu Entdecken gibt. Neben normalen Textbeiträgen können zum Beispiel Videos, PodCasts, Interviews oder eben Blogparaden Leben in die Bude bringen.

Damit das Blog seine volle Wirkung entfalten kann, braucht es das Zusammenspiel mit Social Networks. Hier komme ich mit Menschen in Kontakt. Hier kann ich schnell und unkompliziert kommunizieren. Hier mache ich auf meine Blog-Inhalte aufmerksam.

Wann ein Unternehmensblog keinen Sinn macht

Ein Blog wird immer dann zum Rohrkrepierer, wenn es nicht lebt. Alle paar Monate mal einen Beitrag? Langweilige Textwüsten? Zweitveröffentlichung von Pressemeldungen? Platte Werbung? Ein Blog ist weder ein Werbekanal noch ein Pressearchiv. Der Wert für den Wunschleser ist entscheidend. Unternehmen, die keine Lust haben, Einblicke zu geben, zu unterhalten und Wissen zu teilen, werden keine Aufmerksamkeit erreichen.

Wie wohl fühlen sich Ihre Gäste?

Zurück zu meinem Bild des virtuellen Zuhause. Es wird schnell klar, dass es wichtig ist, ein Blog lebendig, wertig und wohnlich zu gestalten. Denn nur so werden sich Ihre Gäste wirklich wohl fühlen. Das gilt für die Inhalte aber auch für das Webdesign. Denn auch das Design und die Struktur des Blogs senden eine klare Botschaft.

Ein wirkungsvolles Blog lässt den Leser die Seele des Hauses spüren und den Hausherren kennenlernen. Ein lieblos eingerichtetes Blog ohne Seele ist eine Beleidigung dem Gast gegenüber und eine Bankrotterklärung des Gastgebers. Das große Potenzial verpufft schon kurz hinter der Fußmatte. Und das sollte sich jedes Unternehmen ersparen.

Dieser Text ist mein Beitrag zur Blogparade »Content-Marketing und Corporate Blogs 2015 #cmcb15« des PR-Blogger Klaus Eck. Ein spannendes Thema – vielen Dank für die Initiative.

Porträt Sascha Theobald

Sascha Theobald

Kommunikationsstratege & Webdesigner

Ich helfe Unternehmen durch eine klare und stimmige Kommunikation wirkungsvoll Wunschkunden zu gewinnen. Mit klaren Botschaften heben sich Dienstleister vom Wettbewerb ab und schaffen Vertrauen.

Meine Spezialitäten: KlarMacher-Workshop & blogmanufaktur

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Kommentare zu diesem Artikel

Uschi Ronnenberg  |   8. Februar 2015 um 15:49 Uhr

D’accord!

Inga von Thomsen  |   9. Februar 2015 um 12:18 Uhr

Lieber Sascha,

super auf den Punkt gebracht! Besonders das Bild des virtuellen Unternehmenssitzes mit Hausrecht gefällt mir sehr gut.
Herzliche Grüße,
Inga

Sascha Theobald  |   9. Februar 2015 um 13:58 Uhr

Vielen Dank, liebe Inga! Und Danke, Frau Ronnenberg!

Annika Lamer  |   9. Februar 2015 um 21:20 Uhr

Hallo Herr Theobald,

ein toller Beitrag. Besonders die Punkte „Vorab-Filter“ und „Vertrauen“ sind auch aus meiner Erfahrung ganz entscheidend. Letztens schrieb eine Kundin zu meiner Website: „Man hat den Eindruck, Sie zu kennen.“ Das war für mich ein besonders schönes Lob.

Herzliche Grüße
Annika Lamer

Sascha Theobald  |   9. Februar 2015 um 22:15 Uhr

Hallo Frau Lamer,
vielen Dank, dass Sie ihre Erfahrungen mit uns teilen. Ja, das ist ein wunderbares Feedback. Für mich auch mit das wertvollste, dass der Interessent in Bezug auf eine Website machen kann.

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