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27.01.2017 Digitale Kommunikation Autor: Sascha Theobald

Mit dem Blog Kunden gewinnen – 9½ Erfolgsfaktoren

Das Corporate Blog ist ein wunderbares Medium, um online Kunden zu gewinnen. Gerade kleine und mittelständische Dienstleister können mit nützlichen Impulsen, Tipps und Einblicken ihre Sichtbarkeit im Netz steigern und Vertrauen schaffen.
Heißluftballons heben ab

Welche Hebel haben eine große Wirkung auf den Erfolg des Blogs? Gerade Einsteiger tun sich damit schwer und fühlen sich unsicher. Aber auch alte Hasen sollten Ihr Blog immer wieder prüfen, um nicht aus dem Tritt zu geraten.

1. Erfolgsfaktor: Machen

Während die einen noch grübeln, machen es die anderen einfach. Es gibt viele Beispiele, dass auch kleine und mittelständische Unternehmen mit begrenzten Ressourcen online sehr erfolgreich Kunden gewinnen. Der erste Erfolgsfaktor ist so einfach wie entscheidend: Machen!

Ob vor dem Start oder im laufenden Betrieb: Lassen Sie sich vom pauschalen »Blogger müssen …« Gelaber oder überhöhten eigenen Ansprüchen nicht ausbremsen. Ein dümpelndes Blog kann seine Wirkung kaum entfalten. Es gilt: Done is better than perfect!

Drei schnelle Tipps

  1. Verstecken Sie sich nicht hinter der »Keine Zeit« Ausrede. Wenn Sie wirklich per Blog Kunden gewinnen möchten, finden Sie einen Weg, Freiräume zu schaffen.
  2. Verschaffen Sie sich vor dem Start Klarheit über Strategie, Themen, Vernetzung usw. Wissen Sie, wer was zu tun hat und wo Sie hinwollen, können Sie im Alltag viel effizienter arbeiten. Sie vermeiden zeitintensive Irrungen und Wirrungen.
  3. Versuchen Sie nicht, irgendwelche Erfolgsrezepte nachzubauen. Die gibt es nicht. Holen Sie sich Impulse und finden Sie ihren eigenen Weg. Jedes Unternehmen ist anders. Warum sollte Ihr Blog wie alle anderen sein?

2. Erfolgsfaktor: Einfach machen

Ein wichtiges Ziel eines Unternehmensblogs ist es, beim Wunschkunden Vertrauen zu schaffen. Um dies erreichen zu können, muss der Leser die Botschaft verstehen. Auch wenn es Fachmenschen oft schwer fällt – Fachchinesisch und theoretische Abhandlungen sind eine echte Barriere zwischen Ihnen und Ihren Lesern. Einzige Ausnahme: Sie schreiben für Fachleser. Ansonsten gilt: Mit einer einfachen Sprache finden Sie einen besseren Zugang zu Ihren Lesern.

Einfachheit ist aber auch beim Aufbau und der Benutzerführung ein wichtiger Faktor. Sind die Navigationspunkte aussagekräftig? Ist die Struktur übersichtlich? Findet der Leser alle relevanten Information (zum Beispiel Kontaktdaten) ohne unnötig zu suchen?

Drei schnelle Tipps

  1. Strukturieren Sie Ihre Texte in überschaubare Häppchen und verwenden Sie aussagekräftige Zwischenüberschriften. So kann der Leser Ihren Inhalten besser folgen und sich ihre Botschaft merken.
  2. Mit einer bildhaften Sprache und konkreten Beispiele werden Ihre Aussagen im Kopf des Leser lebendig.
  3. Halten Sie Navigationspunkte und Kategorien so kompakt wie möglich. So vermeiden Sie, dass sich der Besucher überfordert fühlt und abwandert.

3. Erfolgsfaktor: Klar machen

Bei einem Maler erkenne ich noch schnell, worum es geht. Gerade bei Anbietern im beratenden Bereich tappe ich oft im Dunkeln. Machen Sie dem Leser auf dem ersten Blick klar, mit wem er es zu tun hat und was Sie zu bieten haben. Das gilt für den Themenfokus Ihres Blogs wie auch für die Positionierung Ihres Unternehmens.

Behandeln Sie jede Seite und jeden Beitrag als Landingpage. Die wenigsten Besucher kommen über die Startseite und klicken sich durch ihr gesamtes Werk. Oft werden einzelne Beiträge via Suchmaschine oder Social Network angesteuert. Wird immer sofort klar, worum es bei Ihnen geht? Ist die Schlagzeile Ihrer Positionierung präsent?

Drei schnelle Tipps

  1. Reduzieren Sie die Elemente Ihres Blogs auf das Wesentliche. So stärken Sie den Fokus auf die wichtigen Dinge.  Welche Botschaft sollte den Leser unbedingt erreichen? Was soll ihm im Kopf bleiben?
  2. Definieren Sie ein Nutzenversprechen für Ihr Firmenblog. Es dient als interne Richtschnur und vermittelt nach außen prägnant was Sie wem zu bieten haben.
  3. Eine Autorenbox unter dem Beitrag stellt den Menschen hinter den Worten vor. Der Autor kann zum vertrauenswürdigen Markenbotschafter werden.

4. Erfolgsfaktor: Durchdachtes Webdesign

Das Webdesign wirkt noch bevor es Worte können. Es stärkt die Wiedererkennbarkeit und Reputation eines Unternehmens. Gerade wieder hat eine Studie bestätigt, dass 61% der Menschen bei zwei gleichwertigen Produkten oder Dienstleistungen das mit dem besseren Design wählen. Das sollten Sie auch für Websites und Blogs beherzigen.

Ein gutes Webdesign kann aber noch mehr. Es sorgt für eine gute Lesbarkeit, eine klare Struktur und eine einfache Benutzerführung. Es beeinflusst also maßgeblich, ob sich der Leser beim Besuch wohl fühlt oder nicht – und damit, ob er Sie anfragt oder ob er die Seite mit einem blöden Gefühl schließt.

Drei schnelle Tipps

  1. Das Webdesign sollte sich nahtlos in das Corporate Design einfügen. Eine hohe Wiedererkennbarkeit ist wichtig für die Wahrnehmung der Marke.
  2. Mit einem Design von der Stange wirken Sie schnell austauschbar. Achten Sie darauf, dass Ihr Webdesign den Charakter Ihres Unternehmens vermittelt und sich aus der Masse abhebt.
  3. Meiden Sie Ablenkungen. Alles was nicht wichtig ist und vom Wesentlichen ablenkt, sollte rausfliegen.

5. Erfolgsfaktor: Relevante Inhalte

Viele Blogs versinken in der Belanglosigkeit, weil Sie mit langweiligen Inhalten daherkommen. Verkappte Pressemitteilungen und Werbebroschüren-Blabla lassen niemanden jubeln. Machen sie Ihr Blog zu einer wertvollen Größe in Ihrem Marketing, indem Sie wertvolle Inhalte für Ihre Leser schaffen.

Um relevante Inhalte zu veröffentlichen, braucht es einen konsequenten Perspektivwechsel. Finden Sie die Schnittmenge aus dem, was Sie sagen möchten und dem, was Ihre Wunschleser interessiert.

Drei schnelle Tipps

  1. Schreiben Sie nicht für irgendwen. Sprechen Sie Ihre Wunschkunden gezielt an. Machen Sie deutlich, wer Ihre Wunschleser sind. Greifen Sie typische Situationen auf, in denen er sich wiedererkennt.
  2. Hören Sie genau zu, wenn Sie eine Anfrage bekommen. Was interessiert den potenziellen Kunden? Welche Fragen hat er? Was braucht er, um das Vertrauen in Ihre Arbeit zu bekommen? Diese Fragen interessieren sicher auch Ihre Blog-Leser.
  3. Öffnen Sie die virtuelle Bürotür und lassen Sie den Leser reinschauen. Lernt er die Menschen im Unternehmen, ihre Haltung und ihre Arbeit kennen, kann er Vertrauen gewinnen.

6. Erfolgsfaktor: Brücke zu den verkauften Leistungen

Gute Inhalte sind wichtig. Für den wirtschaftlichen Erfolg müssen Leser aber auch zu Kunden werden. Das erreichen Sie aber nicht, indem Sie aus Ihrem Blog eine platte Werbeveranstaltung machen. Sind die Beiträge zu werblich, vergraulen sie die Leser und verhindern, dass Ihre Inhalte geteilt werden. Formulieren Sie Beiträge mit hohem Nutzwert und bauen Sie dann eine Brücke zu den bezahlten Leistungen.

Dazu brauchen Sie ein greifbares Angebot, dass Sie knackig darstellen. Weisen Sie in der Autorenbox darauf hin oder setzen Sie reduzierte aber plakative Hinweise zum Beispiel in die Sidebar oder unter den Text. Gestalten Sie die Klickwege bewusst vom Einstieg über einen Beitrag hin zu einer Anfrage.

Drei schnelle Tipps

  1. Statten Sie Seiten mit einem sogenannten »Call to action« aus. Wer über Ihr Angebot liest, sollte eine schnelle Möglichkeit bekommen, mit Ihnen in Kontakt zu treten.
  2. Oft macht es Sinn, Website und Blog unter ein Dach zu packen. Beiträge und Leistungen können besser verknüpft werden. Ein gefühlter Graben zwischen den zwei Plattformen verschwindet damit.
  3. Einzigartige Produkte nach Art des Hauses sind greifbarer als wuselige Ansammlungen von Leistungen. Schnüren Sie ein Paket, dass für Ihre Wunschkunden unwiderstehlich ist und es so nirgendwo sonst gibt.

7. Erfolgsfaktor: Persönlich und lebendig kommunizieren

Wenn ich eine theoretische Abhandlung lesen möchte, kaufe ich mir ein Fachbuch. Was erwarten Menschen in einem Blog? Sie möchten Impulse und Tipps bekommen – Sie möchten aber auch die Menschen kennenlernen.

Nutzen Sie die Chance, um Ihre Haltung zu vermitteln und zu zeigen, wie Sie arbeiten. Mit einer lebendigen Sprache schwingt Ihre Persönlichkeit mit und Sie werden für die Menschen vertrauenswürdig. Wenn Menschen Ihnen vertrauen, bevor Sie sie persönlich kennengelernt haben, ist das ein Goldschatz für die Auftragsvergabe. Wenn die Frage nach dem Preis nach hinten rückt, haben Sie im Blog gute Arbeit geleistet.

Drei schnelle Tipps

  1. Machen Sie sich als Mensch sichtbar. Zeigen Sie sich als Autor mit einer kurzen Beschreibung und einem Bild unter jedem Beitrag. Nutzen Sie Bilder von echten Mitarbeitern statt auf Stockphotos zurückzugreifen.
  2. Verlieren Sie sich nicht in Behördensprech oder Corporate BlaBla. Schreiben Sie, wie Sie sprechen – damit gehen Sie auch sprachlich einen großen Schritt auf Ihren Wunschkunden zu.
  3. Versuchen Sie, nicht Jedem gefallen zu wollen. Wenn aus Ihrer Botschaft alle Ecken und Kanten raus gebügelt sind, bleibt nur Beliebigkeit. Mit einer klaren Haltung werden Sie für Wunschkunden besonders attraktiv.

8. Erfolgsfaktor: Ordentliche technische Basis

Die Technik wird oft vernachlässigt, weil die Dinge unter der Motorhaube für viele Menschen eine fremde Welt ist. Fakt ist aber, dass zum Beispiel lange Ladezeiten ein K.O.-Kriterium für viele Besucher sind. Auch Google macht kein Geheimnis daraus, dass die Ladezeit ein Rankingfaktor ist. Immer wichtiger wird auch eine ordentliche Umsetzung für mobile Geräte. Wer hier schludert kratzt am Erfolg des Unternehmens.

Auch beim WordPress-Theme gibt es einiges zu beachten. Viele Vorlagen von der Stange sind mit unzähligen Möglichkeiten überfrachtet. Damit möchte man für möglichst viele Käufer interessant sein. Es macht das Blog aber träge und fehleranfällig. Achten Sie auf einen schlanken Code und den Einsatz von möglichst wenigen Plugins.

Drei schnelle Tipps

  1. Sparen Sie nicht am Budget für das Webhosting. Investieren Sie in eine gute Server-Performance und achten Sie darauf, dass sie den Server mit möglichst wenigen Kunden teilen. Bei ambitionierten Projekten empfiehlt sich ein eigener Server.
  2. Halten Sie WordPress und die verwendeten Plugins auf den aktuellen Stand. Löschen Sie Plugins, die Sie nicht nutzen. So reduzieren Sie das Risiko auf Sicherheitslücken.
  3. Sichern Sie WordPress gegen Eindringlinge ab und richten Sie eine automatisierte Backup-Routine ein. Eine gehackte oder zerstörte Website kostet Zeit und Nerven. Dazu entgehen Ihnen in der Zeit wertvolle Kundenanfragen.

9. Erfolgsfaktor: Gute Auffindbarkeit

So. Jetzt haben Sie ein tolles Corporate Blog auf die Beine gestellt und schreiben gute Beiträge. Jetzt fehlen nur noch die Leser. Und die kommen nicht von alleine. Auch wenn die Suchmaschinenoptimierung an der Stelle immer als der Heilsbringer gehandelt wird – es gibt noch weitere Baustellen, an denen Sie arbeiten sollten.

Ich spreche gerne von der Brotkrumenstrategie. Es geht darum, im Netz an den relevanten Stellen Brotkrumen auszulegen, damit Wunschleser und -kunden zu Ihnen finden. Das können Beiträge in Social Networks sein, aber auch Gastbeiträge, Kommentare in anderen Blogs, Videos, Podcasts, Interviews oder ein Austausch in Fachforen und -gruppen. Für jedes Business sollte man schauen, wo sich die Wunschkunden bewegen, welche Bedürfnisse sie haben und wo Sie sie erreichen können.

Drei schnelle Tipps

  1. Machen Sie Ihre OnPage-SEO-Hausaufgaben. Jeder Blogger sollte die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung kennen und anwenden.
  2. Nicht an Google, sondern an den Suchenden denken. Der ist Ihr Ziel – Google nur ein Vehikel unter vielen. Wo sucht der Wunschkunde nach einer Lösung? Wie kann ich ihn genau dort erreichen? Wie gebe ich ihm im Blog das Gefühl, dass ich die beste Lösung für Ihn habe?
  3. Denken Sie nicht nur online. Sie können auch offline Brotkrumen auslegen. Zum Beispiel in Vorträgen, Fachmagazinen, Messen oder im Radio.

Und dann noch …

Nun bleibt noch der halbe Tipp offen. Ein kluger Mann sagte mir mal: »Think big. Kleiner wird’s von alleine«. Denken Sie an die vielen Möglichkeiten und bemühen Sie sich, mit wertvollen Inhalten und cleveren Brotrkumen Ihre Wunschleser zu erreichen. Auch – oder gerade – kleine Unternehmen können mit einen Firmenblog viel erreichen.



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Porträt Sascha Theobald

Sascha Theobald

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Kommunikationsstratege & Webdesigner
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