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26.07.2013 Botschaften Autor: Sascha Theobald 1 Kommentar

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Abgedroschene Floskeln und Worthülsen sind ein wenig wie Stinkekäse im Kühlschrank. Der Käse hinter dem Gestank mag lecker sein – aber den Kühlschrank öffnen möchte niemand mehr. Und das muss doch wirklich nicht sein.
Floskeln stinken © olly – Fotolia.com

Anfang dieser Woche war ich in Berlin zu einem Kundentermin. Heute erreicht mich eine Mail des Hotels mit der Betreffzeile »Ihre Meinung ist uns wichtig!«. Und täglich grüßt das Murmeltier! Dass ich ständig nach Feedback gefragt werde, kann ich ja noch nachvollziehen (auch wenn es mitunter nervt). Aber muss es immer die selbe Formulierung sein?

Austauschbarkeit und Gleichgültigkeit galore

Jeder Kontakt mit einem Kunden bringt das wertvolle Potenzial, mit der eigenen, besonderen Handschrift im Gedächtnis zu bleiben. Jeder kennt Anbieter, die durch eine lebendige, humorvolle Kommunikation positiv in Erinnerung bleiben. Ich mag zum Beispiel den Newsletter der Firma Jochen Schweitzer. Aber mit ausgelutschten Floskeln betreiben Sie Austauschbarkeit auf ganz hohem Level.

Und vergessen wir hier nicht die Botschaft zwischen den Zeilen: Gleichgültigkeit. Die Formulierung steht im Gegensatz zur angestrebten Botschaft. Denn anscheinend ist dem Unternehmen die Meinung des Kunden doch nicht so wichtig. Wie sonst erklärt man sich, dass sich das Unternehmen nicht mal die Mühe für eine eigene, wertschätzende Ansprache gemacht hat?

Anfragen mit diesem Betreff beantworte ich generell nicht mehr. Warum sollte ich meine wertvolle Zeit investieren, wenn ich dem Unternehmen nicht mal ein wenig Aufmerksamkeit wert war.

Klare Kommunikation ist lebendig

Kommunizieren Sie doch in den digitalen Kanälen wie im »wahren Leben«. Denn es IST das wahre Leben und es sind ECHTE Menschen mit denen Sie sich austauschen. Der Mitarbeiter eines Hotels würde mir bei der Abreise nie sagen »Ihre Meinung ist uns wichtig!«. Er würde mich fragen, ob es mir gefallen hat oder ob alles zu meiner Zufriedenheit war. Formuliere ich auch online lebendig und persönlich, fühlt sich der Kunde wirklich angesprochen und wahrgenommen.

Übrigens: Eine schlichte Alternative liegt doch ganz schnell auf der Hand: »Wie hat es Ihnen bei uns im Hotel XYZ gefallen?«. Und natürlich geht das noch deutlich besser!

Die Moral von der Geschicht: Wenn alle es so formulieren, ist es eine schlechte Idee, dass auch zu tun.



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Porträt Sascha Theobald

Sascha Theobald

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Kommentare zu diesem Artikel

Steffen  |   22. Oktober 2013 um 17:17 Uhr

Kann ich nur zustimmen! Mich nerven besonders solche Floskeln wie: „Wer kennt das nicht …?!“ Da höre ich schon auf zu lesen. Aber gerade in der Blogger-Szene ist das leider weit verbreitet …

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