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02.03.2015 #10JahreSelbständig Autor: Sascha Theobald

Kannst Du denn notfalls zurück?

Im zweiten Teil meiner Blog-Serie #10JahreSelbständig geht es um eine Frage, mit der ich damals wenig anfangen konnte. Die Frage nach einem Plan B habe ich für mich selber schnell geklärt.
Sonnenstrahlen über einen Baumallee

Da erzähle ich freudestrahlend, dass ich mein eigenes Unternehmen gründen werde und die Leute fragen mit besorgtem Gesicht: »Kannst Du denn notfalls zurück?«. Bähm!

Diese Frage ist mir vorher nicht in den Kopf gekommen. Es hat für die Entscheidung keine Rolle gespielt und es spielte für die Planung meiner Selbständigkeit keine Rolle. Die Option wieder in den alten Job zurückzukehren gibt es für mich nicht.

Vergessen habe ich die Frage bis heute nicht. Dahinter steckt für mich die sicherheitsorientierte Denke eines Angestellten aber nicht die Leidenschaft und die Überzeugung eines echten Unternehmers.

Volle Kraft voraus!

Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich bin kein Typ, der vor Risiken und möglichen Durststrecken die Augen verschließt. Ich bin auch nicht der geborene Draufgänger. Aber wenn ich etwas anpacke, dann richtig. Und die Selbständigkeit ist für mich ein Lebensmodell und keine Job-Alternative. Entsprechend fokussiere ich meine Energie auf ein erfüllendes Business.

Ich kann verstehen, dass Gründer solch ein Netz suchen, um den Mut für diesen wichtigen Schritt aufbringen zu können. Für mich ist dieses Netz aber sowieso da. Ich weiß, dass ich eine Lösung finden werde – egal was passiert.

Alles andere ist eine Frage des Businessplans. Wovon lebe ich, bis ich vom Business leben kann? Habe ich Reserven, wenn es mal ruhiger ist? Wie gewinne ich regelmäßig neue Kunden? Die Antworten darauf sind das Fundament, um den Weg der Selbständigkeit erfolgreich gehen zu können. »Was mache ich, wenn ich mit meinem Business scheitere?« blickt in eine andere Richtung.

Ui, im Moment ist es aber ruhig

Auch wenn ich relativ schnell Aufträge gewinnen konnte – eine leichte Unruhe sitzt hartnäckig im Hinterkopf. Jetzt sind Aufträge da – aber wird das auch so bleiben?

Bei mir hat es länger gebraucht, bis das Grundvertrauen die Ängste überwogen hat. Im Rheinland sagen wir »Et hätt noch emmer joot jejange« (Es ist noch immer gut gegangen). Und genau das habe ich mit der Zeit auch für mein Unternehmen gemerkt.

Die Ängste finde ich – in gesunden Maßen – dennoch nützlich und wichtig. Sie bringen einen Selbständigen dazu, sich stetig der Akquise zu widmen, seinen Auftritt zu optimieren und auf Menschen zuzugehen. Wer es sich auf seinem Ruhekissen gemütlich macht, wird irgendwann Probleme bekommen. Und auch das habe ich am eigenen Leib erfahren. Akquise braucht Kontinuität. In Hochzeiten darauf zu verzichten, macht es nach den Projekten schwerer, wieder Fahrt aufzunehmen.

Halbherzig gründen?

Ich glaube: Wer mit seinem Business glücklich werden will, braucht dazu das volle Herz. Damit meine ich die nach vorne gerichtete Kraft aber auch die volle Leidenschaft. Viel zu oft endet eine »Mal schauen wie es läuft, sonst gehe ich wieder zurück in den alten Job« Mentalität auch genau da – im alten Job.

Mein ganz subjektiver Tipp an Gründer: Vom ersten Tag an volle Kraft ins Business stecken, eine solide Grundlage schaffen und nie die Akquise vernachlässigen. Die Gedanken an einen Plan B kann man sich dann sparen.



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Sascha Theobald

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Kommunikationsstratege & Webdesigner
Ich helfe Unternehmen durch eine klare Kommunikation Wunschkunden zu gewinnen. Meine Mission sind starke Botschaften. Mein liebstes Spielfeld ist das Web. Hier schreibe ich über strategische Unternehmenskommunikation – in der blogmanufaktur über Corporate Blogs.

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