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09.03.2016 Digitale Kommunikation Autor: Sascha Theobald

WordPress: Automatisierte Backups mit UpdraftPlus

Egal ob ein Angriff von außen oder der beherzte Griff in die Kloschüssel. Kein Blogger kann ausschließen, dass wichtige Daten von jetzt auf gleich weg sind. Eine Backup-Routine gehört zur Grundausstattung eines Blogs. In diesem Beitrag stelle ich Ihnen das Plugin »UpdraftPlus« vor.
Backups: Rettungsring für Blogger

Richte ich eine neue WordPress-Installation ein, gehört UpdraftPlus zu den ersten Plugins, das ich installiere. Auch wenn ich die Betreuung eines Blogs übernehme, prüfe ich immer zuerst die Backup-Routine. Sie wären überrascht, wie häufig das Thema verschludert wird – »Wird schon nix passieren«.

Darf ich vorstellen: Der Ernstfall

Auch wenn lange nichts passiert – irgendwann knallt es und dann liegen die Nerven blank. Eine alte IT-Weisheit sagt: »Es ist nicht die Frage ob es kracht, sondern wann es kracht.«

Top 3 – Das treibt den Blutdruck in die Höhe

Regelmäßige Backups sind immer eine vernünftige Sache. Bei einer Firmenwebsite sind die Auswirkungen eines Crashs doppelt schlimm. In der Zeit, in der Sie versuchen, die Website wiederherzustellen, arbeiten Sie nicht an Projekten. Sie müssen entweder Zeit oder Geld in die Rettung investieren. Und solange die Website nicht erreichbar ist, landen Besucher – und damit potenzielle Kunden – im Leeren.

Eine funktionierende Backup-Routine schont nicht nur Ihre Nerven, sie ist auch ein wirtschaftlicher Faktor. Jede Minute, die ohne eine Lösung vergeht, kann Sie Bestellungen und Anfragen kosten.

Was soll eine Backup-Lösung für WordPress leisten?

Ob die Wahl der Backup-Lösung wirklich etwas taugt, merken viele erst dann, wenn der Ernstfall eintritt. Wie alt ist das letzte Backup? Was ist im Backup enthalten? Wie einfach und schnell lassen sich die Daten wiederherstellen?

Das sollte unbedingt gesichert werden

Das sind die vier Komponenten, die Sie greifbar haben sollten, wenn es darauf ankommt. Darin liegen die Daten, die Sie selber erstellt oder angepasst haben. WordPress können Sie schnell wieder frisch installieren – aber diese Komponenten sind im Falle einer fehlenden Sicherung unwiederbringlich.

4 Dinge, auf die Sie bei der Einrichtung einer Backup-Routine achten sollten

  1. Werden Backups automatisiert und in einem vernünftigem Intervall erstellt? Wie viele Backup-Sets werden automatisch behalten?
  2. Werden alle relevanten Komponenten gesichert? Idealerweise wird das alles in einem Prozess erledigt.
  3. Kann ich im Ernstfall schnell auf die Daten zugreifen? Sind Sie abhängig von einem Dienstleister, kann im Zweifelsfall wichtige Zeit verstreichen.
  4. Wird nicht nur auf dem eigenen Server sondern auch auf einem externen Speicher gesichert? Ob Dropbox oder lokale Datensicherung – die Daten sollten auch unabhängig vom eigenen Server verfügbar sein.

Eine clevere Lösung: UpdraftPlus für WordPress

Es gibt viele verschiedene Backup-Plugins für WordPress. Jedes hat seine Vor- und Nachteile. Ich nutze gerne UpdraftPlus. Es ist einfach zu nutzen, erfüllt alle meine Anforderungen und bietet im Ernstfall eine schnelle Lösung.

So kann ich neben einer kompletten Wiederherstellung auch nur einzelne Elemente zurückholen. Habe ich versehentlich Inhalte gelöscht, reicht die Wiederherstellung der Datenbank. Mir hilft es immer wieder, dass ich das Theme einzeln runterladen kann, um mir Code-Schnipsel zu entnehmen. Bei der Entwicklung eines Themes kann es passieren, dass man sich verhaspelt und man die alte Version eines Elements braucht.

UpdraftPlus gibt es in einer kostenlosen Variante und einer Premium-Version für aktuell 66,45 Euro. Schon die kostenlose Version bringt alles mit, was ein normales Blog braucht. Die Premium-Variante bringt dann zusätzliche Funktionen mit – zum Beispiel das Sichern auf mehreren Fernspeichern, die Migration der Website auf eine andere Domain und einen besseren Support.

Funktionen der kostenlosen Version

Wie funktioniert UpdraftPlus?

Sie können UpdraftPlus direkt über WordPress im Bereich »Plugins« installieren. Sie finden die kostenlose Variante über die Suche im WordPress Plugin-Verzeichnis.

Nachdem Sie das Plugin installiert und aktiviert haben, finden Sie das Plugin-Dashboard im Bereich »Einstellungen« unter »UpdraftPlus Sicherungen«. Dort können Sie nun erst mal Einstellungen vornehmen. Definieren Sie, wie oft das Backup ausgeführt und wie viele Backups aufgehoben werden sollen. Das ist nicht zuletzt eine Frage des verfügbaren Speicherplatzes. Nachdem die Zahl der gesicherten Backup-Sets erreicht ist, löscht das Plugin das älteste Set und ersetzt es durch das neue.

Im nächsten Schritt können Sie UpdraftPlus mit einem Fernspeicher verknüpfen. Nach einer kurzen Authentifizierung werden Ihre Backups automatisch auch dort abgelegt. Sie können sich über die erfolgreiche Sicherung per E-Mail benachrichtigen lassen. In der kostenlosen Version waren das schon die notwendigen Einstellungen.

Bildschirmfoto: Einstellungen in UpdraftPlus für Backups in WordPress

Im Bereich »Aktueller Status« können Sie verfolgen, wann die letzte Sicherung ausgeführt wurde und wann das nächste Backup ansteht. Über »Jetzt sichern« können Sie jederzeit ein manuelles Backup ausführen. Das empfehle ich Ihnen nach wichtigen, größeren Schritten und zum Beispiel vor Änderungen im Theme oder einem Update.

Bildschirmfoto: Aktueller Backup-Status in UpdraftPlus für WordPress

Im Bereich »Existierende Sicherungen« finden Sie die Übersicht der verfügbaren Backup-Sets. Sie können dort eine Wiederherstellung starten oder die Daten runterladen. Nach dem Klick auf den jeweiligen Button führt UpdraftPlus durch den Prozess, der in wenigen Klicks erledigt ist.

In diesem Bereich finden Sie auch die Angabe, wie viel Speicherplatz UpdraftPlus auf Ihrem Webspace bzw. dem Fremdspeicher nutzt. Solle es hier zu Engpässen kommen, können Sie manuell alte Sicherungen löschen.

Bildschirmfoto: Existierende Blog-Sicherungen in UpdraftPlus für WordPress

Ein zuverlässiger Geselle

UpdraftPlus hat sich bei mir und meinen Kunden über die letzten Jahre als sehr zuverlässiges Tool etabliert. Die Backups laufen problemlos und auch Wiederherstellungen sind zügig erledigt. In der Entwicklung nutze ich das kürzeste Sicherungs-Intervall (4 Stunden), im Blogger-Alltag hat sich eine tägliche Sicherung bewährt.

Sie sollten darauf achten, dass die automatisierten Backups nicht laufen, wenn die Website passwortgeschützt ist. Dazu kann ich von einem Problem in Kombination mit dem Plugin »W3 Total Cache« berichten. Das Performance-Plugin scheint insgesamt häufiger Probleme zu verursachen. Im konkreten Fall hat der aktivierte Objekt-Cache verhindert, dass UpdraftPlus die automatisierten Sicherungen ausführen kann. Deaktivieren Sie den Objekt-Cache oder nutzen ein anderes Plugin, ist das Backup-Problem sofort behoben.

Plugin-Download

UpdraftPlus kann direkt über das WordPress-Dashboard installiert werden. Alternativ können Sie es im WordPress-Verzeichnis oder auf der Website des Anbieters runterladen.

UpdraftPlus im WordPress-Verzeichnis
Website zu UpdraftPlus



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Porträt Sascha Theobald

Sascha Theobald

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