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31.01.2015 Kommunikationsstrategie Autor: Sascha Theobald

5 Wünsche an die Unternehmenskommunikation 2015

Es ist fast schon eine Tradition. Nach der Weihnachtspause ruft Nicolas Scheidtweiler zur Blogparade auf. Darin befragt er Kollegen nach den Erwartungen an das Kommunikationsjahr 2015. Statt einen Blick in die Glaskugel zu werfen, habe ich dieses Jahr fünf Wünsche formuliert.
© Visions-AD - Fotolia.com

1. Neugier statt Angst

Tja, das Neuland. Es scheint hinter einem riesigen Berg aus Ängsten, Vorurteilen und Bedenken zu liegen. Während große Unternehmen das Potenzial immer häufiger nutzen, stehen viele kleine und mittelständische Unternehmen immer noch in der Wüste.

Für 2015 wünsche ich mir, dass Unternehmen ihre Angst ablegen und das Potenzial der digitalen Kommunikation nutzen. Das Neuland lädt ein, aus der kühl konstruierten Zielgruppe auf dem Flipchart echte Menschen zu machen. Und das Web bietet viel mehr Möglichkeiten als nur eine Facebook-Seite. Man muss nur neugierig sein und sich drauf einlassen.

2. Kommunizieren statt Verkaufen

Vertreter, die klingeln und den Fuß in die Tür stellen, sind so beliebt wie Pickel mitten auf der Stirn. Warum aber verhalten sich Unternehmen online immer noch genau so? Sie versuchen einem plump ihre dollen Produkte anzupreisen, wo es nur geht. Sie rennen einem hinterher und betteln verzweifelt um Likes, Klicks und Käufe.

Für 2015 wünsche ich mir, dass Unternehmen von Mensch zu Mensch kommunizieren. Dass sie zeigen, was sie tun und wie sie denken. Dass sie wertvolle Impulse und Einblicke geben. Dass sie das Vertrauen der Kunden gewinnen. Denn dann kommen die Wunschkunden freiwillig. (Und ja, das funktioniert wirklich!)

3. Haltung statt Lippenbekenntnisse

Ob nun der Mensch im Mittelpunkt steht oder Service großgeschrieben wird. Sorgfältig ausformulierte Firmenphilosophien und Pressemeldungen glänzen makellos um die Wette. Aber: Menschen glauben diese Phrasen nicht mehr. Durch Social Media lassen sich Fassaden schneller einreißen als es den Unternehmen lieb ist. Und die schönen Worte werden schnell zu Schall und Rauch.

Für 2015 wünsche ich mir, dass Unternehmen an der Haltung dem Menschen gegenüber arbeiten. Gewinnen wird, wer eine klare Haltung hat und diese wirklich lebt. Kommunizieren Unternehmen ehrlich, respektvoll und lebendig mit den Menschen, bekommen sie einen festen Platz in deren Köpfen.

4. Botschaften statt Buzzwords

Kein Jahr, in dem nicht neue Trends und Hypes durchs Dorf getrieben werden. Und immer wieder sind diese Themen gleichzeitig »must have« und quasi schon wieder tot. Gerade Berater diskutieren sich gerne mal gegenseitig platt. Und mir geht es immer mehr auf den Keks. Denn gerade für KMU entsteht ein gefährlicher Eindruck: Ob Storytelling, Facebook oder Corporate Blog – es gibt das Wundermittel in der Kundengewinnung. Und das ist schlicht falsch.

Für 2015 wünsche ich mir, dass sich Unternehmen und Berater erst mal um klare Botschaften kümmern. Jedes Unternehmen muss sich seiner Persönlichkeit, seiner Wunschkunden und des Werts seiner Arbeit bewusst sein. Es muss für sich selber und sein Gegenüber klare Antworten haben. Das alles ist strategisches Handwerkszeug gepaart mit Kreativität und Leidenschaft. Kein Kanal und keine Methode wird ohne diese Basis funktionieren. Und dann auch nur im gut abgestimmten Zusammenspiel. Das gilt es für jedes Unternehmen zu entwickeln.

5. Machen statt Schwätzen

Wenn man den Verantwortlichen in kleinen und mittelständigen Unternehmen zuhört, hat man oft den Eindruck, dass der heilige Gral in genau diesem Unternehmen liegt. Die großartige Idee, der ganz große Wurf, die Weisheit für den Erfolg. Aber oft schlummert das alles in irgendeiner Schublade. Und was macht es da? Staub ansetzen – sonst nix! Und noch weniger bringt es dem eigenen Unternehmen, die Ideen der anderen plattzureden. Alles ungenutzte bzw. verschenkte Energie!

Für 2015 wünsche ich mir, dass Unternehmen sich mehr darum kümmern, eigene Ideen auf die Straße zu bringen. Denn nur so können sie eine Wirkung entfalten. Sie werden Ihre Wettbewerber nicht übertrumpfen, indem sie deren Weg plattreden. Und außerdem möchte ich nie wieder hören, dass man ja quasi Facebook schon vor Zuckerberg erfunden hat.

Auf geht’s 2015!

Vielen Dank, Nicolas Scheidtweiler, für die Einladung zur Blogparade. Ich hoffe, Du verzeihst mir, dass ich das Thema Deiner Blogparade ein wenig für mich zurechtgebogen habe. Ich hoffe sehr, dass ich 2015 mehr Unternehmen kennenlerne, die diese Punkte leben und andere Unternehmen inspirieren.

Liebe Leser, was wünschen Sie sich für die Unternehmenskommunikation im Jahr 2015? Was haben Sie sich vorgenommen? Ich freue mich auf Ihre Gedanken in den Kommentaren.



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Porträt Sascha Theobald

Sascha Theobald

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Kommunikationsstratege
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