SEO: So optimieren Sie Ihr Blog für Suchmaschinen

Mit einem eigenen Blog haben Sie ein wertvolles Instrument für Ihre Online-Reputation und Ihre Sichtbarkeit bei Google. Wer die Grundlagen der Suchmaschinenoptimerung beherrscht und im Blog anwendet, profitiert von einer höheren Sichtbarkeit.
Männchen sucht in Suchmaschine

Eine Kundin erzählte mir diese Woche, dass Sie glücklich sei, mich zufällig im Web gefunden zu haben. Sie hatte seinerzeit über Google nach »Klare Kommunikation« gesucht. Dass sie mich dort auf Seite 1 gefunden hat, hat aber wenig mit Zufall zu tun.

Damit Wunschkunden Sie via Google & Co. finden, brauchen Sie gute, relevante Inhalte – und sollten die wichtigsten SEO-Kniffe beachten. Bei t3n bin ich heute über einen passenden Artikel zum Thema OnPage-SEO gestolpert. Die wichtigsten Punkte aus der Infografik möchte ich hier für Ihren WordPress-Blog beleuchten. Denn Google liebt gute Blogs.

Was ist eigentlich OnPage-SEO?

Bei der Suchmaschinenoptimierung unterscheidet man zwischen OnPage- und OffPage-Optimierung. Zu den OnPage-Optimierungen zählen alle Maßnahmen, die sie auf der Website selber umsetzen. Neben den inhaltlichen Faktoren zählen auch Optimierungen im Code dazu. Ist die Website selber optimiert, kann man OffPage an Backlinks usw. arbeiten.

URLs – die Adresse der Webseite

Sehr häufig sehe ich Webadressen in Form von »www.musterdomain.de/index.php?p=4759«. Die Aussagekraft für die Suchmaschine und den Besucher ist gleich Null. Für Google ist es besonders wichtig, dass die wichtigsten Keywords auch in der URL auftauchen. Daher nutzen Sie lieber »sprechende URLs« zum Beispiel in Form von »www.musterdomain.de/blog/suchmaschinenoptimierung«.

Google bewertet die ersten Begriffe in der URL am stärksten. Daher sollten Sie die wichtigsten Begriffe an den Anfang setzen und Füllwörter weglassen. Also lieber »/suchmaschinenoptimierung-blog« als »/das-ist-ein-toller-beitrag-ueber-suchmaschinenoptimerung-im-blog«.

In WordPress können Sie den Standard-Aufbau Ihrer Blog-URLs in den Einstellungen (Bereich Permalinks) ändern. Wichtig ist hier, dass Sie statt der Standardeinstellung eine Variante mit dem Beitragsnamen wählen. Den Bereich Beitragsnamen können Sie dann beim Schreiben eines neuen Artikels für jeden Beitrag manuell anpassen. Das macht Sinn um z.B. überflüssige Füllwörter zu entfernen. Die Angabe des Permalinks mit dem Button »bearbeiten« finden Sie unter der Überschrift Ihres Blog-Posts.

Bitte schenken Sie der URL unbedingt Ihre Aufmerksamkeit, bevor Sie den Blog-Beitrag veröffentlichen. Eine nachträgliche Änderung ist oft mit Problemen verbunden. Gerade dann, wenn andere Blogs Sie schon verlinkt oder Google den Beitrag schon gelistet hat. Der Link führt dann ins Leere, wenn Sie keine entsprechende Umleitung eingerichtet haben.

(Zwischen-)Überschriften

Neben der Hauptüberschrift, die in WordPress im separaten Feld eingetragen wird, sind Zwischenüberschriften im Text wichtig. Zum einen geben Sie dem Leser Orientierung und strukturieren den Text in lesefreundliche Häppchen. Aber auch für Suchmaschinen geben sie wertvolle Informationen.

Google wertet Begriffe in den Überschriften höher als im normalen Text. Die Überschriften selber sind in ihrer Wertigkeit gestaffelt. Im HTML wird dies über die Attribute <h1> bis <h6> definiert. Die Hauptüberschrift ist in der Regel von WordPress vordefiniert und hat den höchsten Wert. Die Zwischenüberschriften im Text werden normalerweise als <h2> ausgezeichnet. Zur korrekten Formatierung gehen Sie in WordPress auf das Menü »Absatz« und wählen »Überschrift 2«. Wenn Sie die Zwischenüberschrift nur Fett formatieren, erhalten Sie diesen Effekt nicht.

Achten Sie darauf, dass die wichtigsten Keywords in Ihren (Zwischen-)Überschriften auftauchen. Je eher desto besser. Verzichten Sie auf übertriebenes Keyword-Stuffing. Aber wenn Sie über Rentenversicherungen schreiben, sollte der Begriff auch an prominenter Stelle in der Überschrift platziert werden.

Verlinkungen im Blog-Beitrag

Ein oft unterschätzter Faktor für Leser und Suchmaschinen sind Verlinkungen im Text. Leser bieten sie Verknüpfungen zu passenden Inhalten und Google zieht Rückschlüsse aus den verlinkten Inhalten. Es gibt zwei Sorten von Verlinkungen, die Sie sinnvoll in Ihren Text einbauen sollten.

Sie haben passende Inhalte in Ihrem Blog, auf die Sie hinweisen können? Prima. Mit internen Verlinkungen zeigen Sie dem Leser und Google weitere relevante Inhalte in Ihrem Blog und setzen Ihren Beitrag in einen guten Kontext.

Aber auch externe Links – z.B. zu Fachportalen, Wikis oder anderen Blogs – erhöhen die Relevanz für Ihren Beitrag. Google erkennt daraus den Kontext Ihres Beitrags und gibt ihm im Idealfall mehr Gewicht. Der Leser freut sich über weiterführende Informationen.

SEO-Plugins für WordPress

Es gibt verschiedene Plugins, die Blogger bei der Optimierung ihrer Beiträge für die Suchmaschinen unterstützen. Empfehlen kann ich Ihnen zum Beispiel »WordPress SEO von Yoast«. Neben diversen Basis-Einstellungen erhalten Sie zu jedem einzelnen Beitrag Tipps zur Optimierung und können individuelle Informationen (z.B. Meta-Description oder Beschreibungstexte für Facebook & Co) hinterlegen.

Die richtige Balance

Abschließend möchte ich Ihnen noch einen grundlegenden Tipp geben. Schreiben Sie in erster Linie für Ihre Wunschkunden – für Menschen – und nicht für Suchmaschinen. Es gilt: Gute Inhalte sind die Pflicht – SEO die Kür. Google merkt, wenn Sie es an der Nase herumführen wollen. Und was bringt Ihnen eine gute Platzierung bei Google, wenn der Wunschkunde Ihre Seite nicht ansprechend findet.

Infografik OnPage-SEO

Weitere sinnvolle Tipps finden Sie in der Infografik von Backlinko. Sie haben Fragen zum OnPage-SEO in Ihrem Blog? Bitte sprechen Sie mich einfach an.

OnPage-SEO Infografik
Veröffentlicht am 11.01.2014
Porträt Sascha Theobald

Autor: Sascha Theobald

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